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Haarausfall – was ist normal?

Der tägliche Verlust von zwischen 70 und 100 Kopfhaaren wird als normal angesehen. Diese Haare werden jedoch nicht komplett verloren, da sie ohne Haarwurzeln ausfallen und deshalb schnell wieder nachwachsen, somit ist der Haarverlust nicht sichtbar

Beim krankhaften Haarausfall fallen die Haare mit der Haarwurzel aus. Diese wachsen nicht wieder nach, der Verlust ist daher als dauerhaft zu betrachten, sodass lichte oder kahle Stellen entstehen.

Viele Betroffene haben meist eine längere Leidensgeschichte, medikamentöse, bzw. hormonelle Therapien oder äußerlichen Anwendung mit verschiedenen Tinkturen hinter sich, ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Der Wunsch nach einer wirksamen, deutlichen und dauerhaften Veränderung kann mit einer Haartransplantation am besten erreicht werden.

Welche Ursachen für Haarausfall gibt es?

Die Spezialisten unterscheiden in Alopecia androgenetica (männlicher Haarausfall),  Alopecia triangularis congenitalis (dreieckiger Haarausfall) sowie Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall). Beim männlichen Haarausfall handelt es sich um eine weitverbreitete Variante – etwa 75 Prozent aller westeuropäischen Männer leiden unter typischem Haarausfall.

Der dreieckige Haarausfall, genetisch bedingt, wird teilweise bereits in der Kindheit festgestellt. Hier können nicht nur eine, sondern auch beide Seiten der Haarlinie vom Haarausfall betroffen sein.

Im Rahmen des kreisrunden Haarausfalls spricht man von einer immunologischen Erkrankung. Es entstehen Entzündungsreaktionen, die in weiterer Folge einen ovalen bzw. rundlichen Haarverlust auslösen. Auch erbliche oder stressbedingte Faktoren können zu den Ursachen von Haarausfall gezählt werden.

Der diffuse Haarausfall liegt vor, wenn an allen Stellen Kopfbehaarung ausfällt. Zu den Ursachen zählen u.a. Hormonschwankungen, Erkrankungen der Schilddrüse, Mangelernährung, Stress, Eisenmangel oder Infektionen.

Auch medizinische Gründe, die im Zusammenhang mit einer Grunderkrankung stehen, können weitere Gründe für Haarausfall darstellen. Dazu zählen Stoffwechselerkrankungen, Diäten, Diabetis oder Darmbeschwerden, außerdem zählen Bulimie, Magersucht, Schilddrüsenunter- oder Überfunktionen und eine zu geringe Anzahl roter Blutkörperchen zu den Ursachen von Haarausfall. Ferner können auch Grippe, Hauterkrankungen, Depressionen und Stress, Scharlach, Geschlechtskrankheiten, Mangelerscheinungen, Nierenfehlfunktionen oder Leberbeschwerden Gründe für einen krankhaften Haarausfall sein, ebenso die Einnahme von Medikamenten, wie Beta-Blocker, bzw. Überdosen von Nikotin.

Behandlung von Haarausfall durch Haartransplantation

Für einen krankhaften Haarverlust gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Eine Haartransplantation ist für viele Betroffene der letzte Schritt, nachdem zuvor oft Medikamente, kosmetische Hilfsmittel, spezielle Shampoos, Haarkuren oder Nahrungsergänzungsmittel nicht den gewünschten Erfolg gezeigt haben.

Vorteile der Haartransplantation bei Haarausfall?

Für viele Patienten ist die Haartransplantation der einzige Ausweg zu vollerem Haar bzw. gegen Glatzenbildung.

Fülliges Haar ist für viele der Inbegriff von Jugend und Vitalität. Betroffene geben sich mit ihrer Entscheidung einer Haartransplantation selbst wertvolles Lebensgefühl zurück.

Bei allen Arten der Haartransplantation werden Eigenhaare verpflanzt.

Welche Methoden der Haartransplantation gibt es? Was sind Vor- und Nachteile?

Punch- oder auch Stanztechnik

Die Punch- oder auch Stanztechnik ist die älteste Methode bei der mit ca. 4-mm-Zylindern behaarte Hautteile entnommen werden. Die so gewonnenen Transplantate erzeugten eher unnatürlich wirkende, büschelartige Ergebnisse.

Streifenmethode & Einsetzung Mini/Micrografts (MMG)

Damit ist die Entnahme in „Streifentechnik“ und anschließendem Einsetzen der aufbereiteten „Micrografts“ gemeint.

Diese Methode ist in Deutschland die am häufigsten angewendete Haarverpflanzungs-Methode. Dabei wird aus dem Haarkranz ein behaarter Hautstreifen entnommen und anschließend aufbereitet. Diese Haare oder Haarinseln werden auch Mini- bzw. Micrografts genannt. Die so gewonnenen Grafts werden in die vorher vorbereiteten Gebiete eingesetzt. Die Prozedur wird sitzend in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert zwischen 3 und 9 Stunden, wobei ein Großteil der Zeit zur Vorbereitung der Transplantate benötigt wird.

Streifenentnahme & Einsetzen follikularer Einheiten (FUI bzw. FUT)

Sie stellt eine Weiterentwicklung der o.g. Methode dar. Die Entnahme unterscheidet sich nicht von der vorgenannten. Jedoch wird der Hautstreifen unter einem hochauflösenden Mikroskop in die natürlichen Bündelungen des Haares (Follikulare Einheiten) aufgeteilt. Die follikularen Einheiten (Follicular Unit = FU) werden dann in die vorher vorbereiteten Gebiete eingepflanzt.

Follicular Unit Extraction (FUE)

Die Follicular Unit Extraction (FUE-Methode) hat entscheidende Vorteile für den Patienten. Die Gewinnung der follikularen Einheiten, als Entnahme bezeichnet, wird mit Mikrobohrer-Aufsätzen durchgeführt. Diese sehr kleinen Hohlfräsen (je nach Haardicke in einer Größe von 0.5 mm bis 1 mm) hinterlassen nur sehr kleine punktuelle Narben und keine breite ggf. ästhetisch störende lange Narbe.

Ein relativer Nachteil ist die etwas längere Zeitdauer für die Entnahme der Grafts.

Zur Entnahme der follikulären Einheiten ist es erforderlich, das gesamte Kopfhaar auf eine Länge von ca. 1 mm zu kürzen. Dies geschieht unmittelbar vor dem Eingriff durch unser Spezialistenteam.

Bei einer FUE-Transplantation werden diese Haargruppierungen (meist aus einer Kleinstgruppe von etwa 1-5 natürlich zusammengehörenden Wurzeln) mit einer Hohlnadel aus dem Haarkranzbereich entnommen und nach der entsprechenden Sortierung in die entsprechenden Bereiche eingesetzt.

Die Methoden unterscheiden sich also in der Art und Weise der Entnahme der sog. Grafts, wobei die Vorteile der FUE-Technik in einer deutlich positiveren Haardichte und einem natürlicheren Erscheinungsbild liegen.

Gemeinsam haben die Methoden die Implantation, die sich nicht unterscheidet.

Nach der Entnahme werden die Transplantate sortiert und bis zur Implantation in einer Nährlösung aufbewahrt.

Anschließend werden die follikularen Einheiten in die kahlen Kopfareale eingesetzt. Das Einsetzen erfolgt mit einer Micro-Pinzette in einen zuvor mit einem Spezialinstrument geschaffenen Hautschlitz in einer Breite von 0,6-1,0mm. Bei der Verpflanzung im Augenbrauenbereich wird eine Injektionskanüle verwendet. Zu beachten ist der richtige Winkel beim Einsetzen des Haares und eine zum Empfängerareal passende Dichte.

Vorteile der FUE-Technik .

Größter Vorteil ist, dass die Entnahmestelle nicht genäht werden muss, sie verschließt sich eigenständig noch am selben Tag. Nach der Operation können etwa eine Woche lang kleinere Krusten sichtbar sein. Auch wenn der Verbleib kleiner punktförmiger Narben wahrscheinlich ist, sind diese mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Der Arbeitsaufwand für solch eine Behandlung ist sehr intensiv. Inzwischen gibt es, durch Mikromotor betriebene Hohlnadeln, die, bedingt durch die Drehbewegung in hoher Geschwindigkeit eine wesentlich schnellere Entnahme ermöglichen.

Hair Clinic Med FUE Methode

Die Hair Clinic Med FUE ist eine Weiterentwicklung der klassischen FUE. Hair Clinic Med FUE beinhaltet bestimmte Prinzipien zur Behandlungsplanung, zum zeitlichen Ablauf der Therapie und zur exakten Planung der Haarwuchsrichtung an den unterschiedlichen Bereichen des Kopfes. Bei der Hair Clinic Med werden die Transplantate außerhalb des Körpers in einer besonders schonenden Art und Weise aufbereitet und streng sortiert d.h. es werden nur die besten und unverletzte Haarwurzeln verwendet . Die Lagerung der entnommenen Follikulären Einheiten außerhalb des Körpers wird auf ein Minimum reduziert, die Follikulären Einheiten werden außerhalb des Körpers in bestimmten Fällen in einem von uns entwickelten Zellkulturmedium gelagert. Durch die genaue Ablaufplanung der Behandlung kann die Belastung für die Haarwurzeln, die durch die Lagerung außerhalb des Körpers entsteht so kurz wie möglich gehalten werden oft kann dadurch das Ausmaß des „shock loss“, also das vorübergehende Ausfallen der transplantierten Haarschäfte reduziert werden und das Eintreten der  Haarwurzel in die Wachstumsphase wird beschleunigt und synchronisiert. Ein sichtbares Haarwachstum lässt sich hierdurch meist schneller als gewöhnlich erzielen.

Wie findet der Eingriff statt?

Der Eingriff wird teils in Bauchlage, teils sitzend unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die gesamte Dauer des Eingriffs beträgt je nach Graft bzw. Transplantatzahl zwischen 3 und 9 Stunden.

Beide Behandlungsvarianten gelten als schmerzarm. Im 2. Schritt erfolgt das Öffnen der Hautschlitze mit Hilfe eines Miniskalpells oder mit Hilfe einer Nadel. So wird eine winzige Öffnung zur Aufnahme der Transplantate geschaffen. Die aufbereiteten Haarwurzeln werden mit einer Pinzette eingesetzt, wobei auf die richtige Wuchsrichtung, die Dichte der eingepflanzten Haare und die entsprechende Haardicke geachtet werden muss.

Beratung vor der Haartransplantation

In einem, auf die speziellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten Beratungsgespräch werden der Kopfbereich, die Haarqualität und die Entnahmestelle von unseren Haarspezialisten eingehend untersucht und die Behandlung besprochen. Etwaig entstehende Fragen werden umfangreich beantwortet.

Nachsorge nach einer Haartransplantation

Handelt es sich bei einer Haartransplantation auch um einen ambulanten Eingriff, ist eine Nachbehandlung ebenso wichtig, wie das Wahrnehmen von Kontrollterminen. Nur so kann das richtige und permanente Wachstum sichergestellt werden. Die erste Nachuntersuchung erfolgt ca. 48 Stunden nach dem Eingriff. Neben der Kontrolluntersuchung erhält der Patient eine medizinische Haarwäsche sowie umfangreiche Erläuterungen über die häusliche Haarpflege in den weiteren 8 Tagen. Zusätzlich erhält der Patiente zwei PRP-Behandlungen (mit Eigenblut) zur Stärkung der neuen Haarwurzeln. Eine Krustenbildung innerhalb der ersten Tage ist normal und in der Regel nach circa zwei Wochen verheilt. Nach circa zehn Tagen können die Haare wieder wie gewohnt gewaschen werden. Vermieden werden sollten schweißtreibende Tätigkeiten sowie direkte Sonneneinstrahlung. Das neue Haarwachstum setzt nach etwa 12-18 Wochen ein. In der Regel wachsen die Haare circa einen Zentimeter pro Monat. Sollten sich nach Wochen noch Lücken zeigen, kann ein weiterer Eingriff frühestens nach 6 Monaten durchgeführt werden. Bei einer Haartransplantation sind Vorsorge, Behandlung und Nachsorge gleichermaßen wichtig. Nur wenn diese Faktoren optimal zusammenspielen, kann das bestmögliche Ergebnis erzielt werden.

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